Mathilde Schwarz  

   

 

 

 

Mathilde Schwarz

 

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Mitte des 19. Jahrhunderts war es schwer, das Jahrhundertbegnadungen gefördert wurden, weil das Geld für eine besondere Ausbildung nicht vorhanden war.   Ein solch begnadetes Naturtalent war meine Ur-Großmutter.

Sie hat neben Zeichnungen und Bilder, auch Ölgemälde und Dichtungen hinterlassen. Viele Spalter Bürger haben noch heute das eine oder andere Andenken an Sie. In dem kleinen fränkischen Städtchen wurde sie am 14. März 1852 als 4.Kind der Familie Walburga und Georg Michael Ottmann geboren.So wie es in vielen Familien dieser Zeit war, hatte die Familie Ottmann sehr viele Kinder in die Welt gesetzt, aber die meisten lebten nur so lange, dass sie gerade mal getauft werden konnten.

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Meine Ur-Großmutter wurde also in einer Zeit geboren, wo am Ausleben von einem Talent nicht zu denken war.Mathilde Ottmann war eine sehr gute Schülerin und sehr tief gläubig. Dies half ihr in manchen schweren Zeiten über vieles hinweg. Diesen Glauben kann man in sehr vielen Werken spüren.

Sie heiratete am 3. November 1880 meinen Urgroßvater Josef Schwarz. Dieser kam, wie sie, gebürtig aus Großweingarten bei Spalt.

 

 

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Elternhaus von Josef Schwarz. Gezeichnet von Mathilde für die Enkelkinder

 

Was mich an meiner Urgroßmutter so fasziniert, ist diese unermessliche Phantasie, die eine Frau hatte, die neben Broterwerb und Kinder kriegen, noch Zeit für das Malen hatte.

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Mein Lieblingswerk von Ihr zeigt in einem Bild so viele phantasievolle Einblicke wie in keinem anderen Bild. Hier habe ich nur zwei Ausschnitte eingefügt. Ich habe es den Namen "Die Geschichtenerzählerin" gegeben.

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Das ganze Bild ist in ihrer Bildergalerie zu sehen.

 
Ich habe hier aber auch einige Bilder von Spalt und der Zeit in der meine Ur-Großmutter lebte eingefügt. Hier kann man sehen, wie beschwerlich das Leben und Arbeiten in jener Zeit war. Die Bilder wurden mir mit freundlichem Einverständnis von Herrn Herbert Hartmann und Robert Schlaug zur Verfügung gestellt. Diese Fotos und viele mehr sind 2004 in einem Bildband "Spalt - Hstorische Photographien 1860-1918" erschienen. 

Das für mich wichtige bei diesen Bilders ist, dass viele von dem im Buch abgelichteten Bilder, von Michael Schwarz ( 1883-1964) gesammelt, oder sogar gemacht wurden. Er war als Photograph und Bildersammler in Spalt sehr bekannt und wie soll es anders sein, mein Großvater. Leider ist er ein Jahr nach meiner Geburt gestorben, so dass ich ihn nicht mehr gekannt habe. 

alt > offizielle Seite der Stadt Spalt

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Auf diesem Bild sieht man die Familie Schwarz. Ganz links sitzt der Josef Schwarz, daneben sein Sohn Michael. Als nächstes sieht man den Luber Franz und seine Frau Hedwig ( geb.Schwarz)  Bei dieser Tante wuchs meine Mutter nach dem Tod meiner Großmutter auf. Daher wurde meine Mutter öfters auch als Luber Trudi gerufen. Ihre Tochter, Mathilde Pletschacher (geb Luber) war meine geliebte Patentante. 

 

Der Herr mit der Pfeife ist Felix Schwarz, Lehrer und nach 1945 Bürgermeister. Unverkennbar sitzend sieht man auch meine Urgroßmutter Mathilde Schwarz.