Im eigener Sache:

Mein Sohn musste nach der 6. Klasse die Realschule verlassen, da er nicht mehr mit den "Normalos" zurecht kam.

Mein schwerster Gang war dann im Juli 2001. Trotz der guten Vorbereitung und der Unterstützung meiner Lebensgefährtin und der Organisation " Die gute Hand"  habe ich dann meinen Sohn loslassen müssen und ihn in die Unterbringung "Die gute Hand" nach Köln gegeben. Dort wurde er dann mit anderen Kinder, die ähnlich gelagert waren rund um die Uhr betreut.

Für mich war es erst einmal ein Todesstoß. Wie viele Eltern, hat man den Anspruch seinem Kind immer helfen zu müssen. Hier war das  Weggeben in die Hände von Profis die richtige Hilfe.

Heute weiß ich, dass dies der einzig richtige Weg war und ich bin sehr dankbar dafür. Ich hatte das große Glück, dass diese tolle Organisation in meiner Nähe war.

Wenn ich heute meinen Sohn ansehe, weiß ich, dass ich dies nie ohne die Hilfe dieser Menschen geschafft hätte.

An dieser Stelle möchte ich mich auch mal bei allen Menschen, die meinen Sohn begleitet haben und ihn zu dem Menschen gemacht haben, der er heute ist, sehr bedanken. Dazu zählen die einzelnen Betreuer der Wohngruppen (auch wenn er sie manchmal gehasst hat), die Sonderschullehrer, die Familienbetreuer und die jetzigen Betreuer von ihm. Besonders muss ich in der letzten Zeit an seine Ersatzmutter (BWG) denken, die immer ein offenes Ohr für meinen Sohn, aber auch für mich hatte.

Auch gilt mein besonderer Dank dem Jugendamt an meinem Wohnort. Die dortige Jugendamtsmitarbeiterin hat uns über all die Jahre mit viel Herzblut begleitet und immer wieder geholfen ,wo andere wahrscheinlich meinen Sohn schon zu den "Akten" gelegt hätten. Wenn einer die Entwicklung in die richtige Richtung geschoben hat, dann Sie.

Es werden noch schwere Wege zu begehen sein, aber mit der Hilfe, die mein Sohn bekommt, glaube ich, dass er gute Chancen hat weit zu kommen.

Meine Person betreffend:

Viele Eltern konzentrieren sich nach der Diagnose, oft nur auf das Kind und vergessen, dass diese Diagnose auch sie selber betrifft. Denn vieles spricht nach der heutigen Forschung dafür, dass das Asperger Syndrom vererbt wird. Man muss hier auch genau seinen eigenen Lebensweg und den der Eltern / Großeltern anschauen. Ich habe in einigen Gesprächen festgestellt, dass diese, oft als Makel angesehene Diagnose, dort ausgeblendet wird. Dabei ist dies eine Chance, auch seine eigenen Schwierigkeiten, die man bis dato nicht greifen konnte, sichtbar zu machen. Laut Studien ist es hier oft die väterliche Linie, die es betrifft. Für mich war es eine Bereicherung, nun vieles von meinem Vater und Großvater, zu verstehen. Auch wenn hier, die väterliche Seite meines Sohnes, keine „Aspis“ sind, so haben wir alle doch einige Eigenschaften davon. Der eine mehr, der andere weniger. Mal mit positiven Auswirkungen, mal aber auch mit den gleichen Schwierigkeiten, wie mein Sohn.

Für meine Person war es spannend und befreiend so viel darüber zu lernen. Meine Bilder zeigen, dass ich meine Kreativität ausleben kann und sie ein Wesensteil von mir sind.

 Wenn Sie Fragen haben, oder weitere Informationen benötigen, dann können sie gerne mit mir in Kontakt treten. Ich werde auch versuchen noch mehr Infos hier abzulegen und damit dem einen oder anderen zu helfen.

 

P.S. Ein guter Freund hat meine Seite hier gelesen und mir viele Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt, was die Grammatik, Rechtschreibung, Satzaufbau etc. betrifft. Dafür bin ich sehr dankbar. Ich weiß, dass dies eine Schwäche von mir ist und ich stetig daran arbeiten muss. Aber ich habe mich entschieden doch die meisten Dinge so zu lassen wie sie sind (außer grobe Fehler)

Manchmal muss man zu seinen Fehlern stehen und damit leben.